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Mit ihren hellen Wänden und der schlichten Holzdecke bildet die hohe Halle der Kirche einen Raum von einfacher Klarheit. Ihr Mittelpunkt ist der Altar, der durch seine elementare und kompakte Form Tisch und Opferstätte zugleich ist.
Wie der Altar ist auch der Taufbrunnen aus rotem Wesersandstein. Der Ambo (Bronze) deutet in zurückhaltender Ornamentik hin auf das Gleichnis vom vierfachen Ackerboden. Alle liturgischen Orte wurden von Prof. Heinz Hollenhorst, Verl gestaltet. Die Tabernakeltüren zeigen ein Bild der Fußwaschung: "Ich bin unter euch als einer der dient..." (Bronze, Berthold Müller-Oerlinghausen, 1960).
Über dem Altarraum hängt das Zeichen des Heiles, das Kreuz: "Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen" (Joh 12, 32) Das Kreuz ist aus Mooreiche, der Corpus aus Bronze, feuervergoldet (H. G. Bücker, Vellern 1963).
Die Muttergottesikone (von Vladimir) wird gehalten von einem schmiedeeisernen Leuchter, entworfen von H. G. Bücker, ausgeführt von Heinrich Jürgens.
Der bronzene Osterleuchter von Max Faller zeigt im Gezweig des Lebensbaumes in Tiersymbolen Gaben des Auferstandenen: unsterbliches Leben und Frieden (Pfauen und Tauben).
Der Kreuzweg (Katharina Sitnikov-Peters, Paderborn 1983/84) ist eine weit über Deutschland hinaus bekannte künstlerische Besonderheit, weil hier erstmalig die 14 (15) Stationen in der Form der ostkirchlichen Ikonen dargestellt sind. Der Leidensweg Jesu vergegenwärtigt sich in den Leiden unserer Zeit. Deshalb wurden Bilder dieser Leiden umgesetzt in die zeitlose Form der Ikonen. Die 1., 12. und 15. Station enthält verhaltene Hinweise auf den ersten Seelsorger der Gemeinde, Pater Kilian Kirchhoff OFM.
Der aus der Kirche Herausgehende schaut auf das große Südfenster. Im unteren Bereich zeigt es Symbole von Passion und Auferstehung (Dornenkrone und durchstochenes Herz, Grabesengel), im oberen Teil lenkt es den Blick auf die Vollendung im himmlischen Jerusalem und die Anbetung des Lammes: "...Ihm, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit. Und die vier Lebewesen sprachen: Amen." (Offenbarung des Joh 5, 13) hannesglas, Prof. Vinzenz Pieper, Berlin 1960.
Vor dem Südfenster die Figur "Christi Angst am Ölberg" (Bronze, Berthold Müller-Oerlinghausen, Berlin 1930) und davor ein geschmiedeter Leuchter, der einen Stein vom Ölberg in Jerusalem einfasst (Heinrich Jürgens, Wennemen 1985).
Das Turmportal zeigt den Kampf des Erzengels Michael mit dem Drachen, das Ostportal in vier Bildern: Erschaffung des Adam und Himmelfahrt (der alte Mensch und der Erstling der Schöpfung), Sündenfall und Kreuzigung (Schuld und Erlösung) (Kupfer getrieben, Berthold Müller-Oerlinghausen 1961).
Die Krypta beherbergt ein Prozessionskreuz (H. G. Bücker, Vellern 1964), eine Pieta (Holz, Ernst Bannmüller, Oerlinghausen 1945) und Betonglasfenster (Prof. Vinzenz Pieper, 1970).
Das Pater-Schulte-Kreuz, umgeben von zwei barocken Figuren, der Muttergottes und des Johannes (Sandstein, Mainfranken 1780), erinnert an den weltberühmten "Fliegenden Pater" Paul Schulte OMI, den Gründer der MIVA, der von 1961 bis 1970 in Oerlinghausen lebte. Das Kreuz ist dem mittelalterlichen Oerlinghauser Wallfahrtskreuz nachempfunden (Josef Rikus, Paderborn 1986).
Der Kilian-Kirchhoff-Gedenkstein vor dem Gemeindehaus erinnert an den Seelsorger P. Kilian Kirchhoff OFM. Mit der Übersetzung der ostkirchlichen Hymnen versuchte er den Brückenschlag zu den Kirchen des Ostens. 1944 wurde er von Freisler zum Tode verurteilt und am 24.4.44 enthauptet (Bronze, Berthold Müller-Oerlinghausen 1975).
Diogenes, der alte griechische Philosoph, steht auf dem Kirchplatz, am hellen Tag mit seiner Laterne Menschen suchend (auch unter den Kirchenbesuchern). Er steht für alle Suchenden und die, die "draußen" stehen (Bronze, Berthold Müller-Oerlinghausen, Berlin 1936).
Zum Oerlinghauser Kreuzweg das Buch: " Ver-Gegenwärtigung - der Ikonen Kreuzweg in Oerlinghausen" (Bonifatius Verlag, erhältlich im Pfarramt, im Moment vergriffen, Neuauflage geplant)
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